Robert Lehner Gründer des Vereines
Am 30. Januar 1993 erlitt ich einen schweren Unfall. Dieser stellte mein ganzes bisheriges Leben auf den Kopf.
Die Diagnose war für mich und meine Familie ein riesiger Schock: Tetraplegie inkomplett C4 und Th3 komplett sowie eine Beinamputation.
Nach fast 4-wöchigem Aufenthalt im Berner Inselspital wurde ich zur Rehabilitation ins Paraplegiker Zentrum Basel verlegt. Zu den therapeutischen Massnahmen in Basel gehörte auch der Bogensport. Eine Woche vor Weihnachten wurde ich endlich nach Hause entlassen.
Im Rollstuhlclub Oberwallis lernte ich den Bogenschützen Theo Kuonen aus Montana kennen. Er war Mitglied im Bogenschützenverein «Les Archers des Trois Aigles» in Granges und schoss mit einem Compoundbogen. Ich war fasziniert von diesem Bogen obwohl er mir erst einmal sehr technisch und kompliziert vorkam.
Bei meinen ersten Versuchen mit dem Compound war ich sofort begeistert. Ich konnte diesen Bogen doch mit sehr kleinem Kraftaufwand in der Hand halten. Im Gegensatz zu anderen Bogenarten ergibt sich durch die Technik beim Spannen vom Bogen ein nichtlinearer Kraftaufwand. Dieser steigt zuerst stetig an, bis er aprupt abnimmt. Das heisst, ich muss dann bei vollem Auszug nur noch einen Bruchteil der Zugkraft mit den Fingern halten. Meinen Bogen hatte ich auf 45 lbs eingestellt. Durch das System vom Bogen musste ich nur noch ein Gewicht von ca. 9 lbs halten. Ohne diese technische Hilfe hätte ich sicher nie mit dem Bogenschiessen angefangen.
Am 24. November 1998 gründeten wir den Oberwalliser Bogenschützen Verein
Leider musste ich aus gesundheitlichen Problemen 2009 mit diesem interessanten Sport aufhören. Während all den Jahren konnte ich viele schöne und kameradschaftliche Momente erleben, welche ich sicher nie vergessen werde.
Auch die vielen nationalen sowie internationalen Turniere bleiben für mich unvergesslich.
Dank des Compoundbogen konnte ich in der Kategorie Tetra W 1 manches gute Resultat erreichen.





